Nothilfe nach Brand im Flüchtlingslager Moria

Das überfüllte Elendslager Moria ist nach dem verheerenden Brand vollständig zerstört. Frauen, Männer und Kinder harren nun schutzlos auf der Insel aus und wissen nicht wohin. Diese Menschen brauchen jetzt Unterstützung – dringender denn je.

 

Die Bilder aus Moria kurz nach dem Brand sind verstörend. Tausende zerstörte Zelte, Containerwohnungen in Schutt und Asche, umherirrende und traumatisierte Männer, Frauen und Kinder – einige von ihnen unbegleitet. Die Geflüchteten sind nach ihrer lebensgefährlichen Reise über das Mittelmeer nun erneut auf der Flucht. Schon vor dem Brand waren die Zustände im Flüchtlingslager Moria unmenschlich. Nun ist auch davon nichts mehr übrig. Nach wie vor gibt es keine offiziellen Angaben zur genauen Anzahl der Menschen, die durch den Brand obdachlos geworden sind. Zuletzt lebten in und um das Camp rund 12.500 Menschen in behelfsmäßigen Unterkünften. Die meisten von ihnen sind jetzt gänzlich ohne Obdach, Sanitäranlagen oder medizinische Versorgung. Sie müssen auf öffentlichen Straßen, im Wald und auf Feldern nahe dem zerstörten Camp ausharren.

 

Situation vor Ort ist brandgefährlich und chaotisch

 

In dem überfüllten Camp Moria sind in letzter Zeit rund 2.000 Bewohnerinnen und Bewohner auf das Corona-Virus getestet worden. 35 Testergebnisse waren positiv. Das Camp stand deswegen seit Anfang September unter Quarantäne, wogegen sich starker Protest regte. Der Bereich des Camps, in dem die Corona-Infizierten und ihre Kontaktpersonen isoliert untergebracht waren, ist nun ebenfalls niedergebrannt; auch die Erkrankten mussten vor den Flammen in das Umland der Insel fliehen. Unsere Partner von Caritas Griechenland beschreiben die Situation vor Ort als brandgefährlich und chaotisch. Eine weitere Verbreitung des Corona-Virus droht.

Zusätzlich werden Konflikte mit der lokalen Bevölkerung befürchtet. In jüngster Zeit kam es in und um das Camp bereits vermehrt zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die griechische Regierung hat infolge des Brandes einen Krisenstab einberufen. Für Lesbos gilt vorerst der Ausnahmezustand. Über mögliche Verletzte und Tote durch den Brand gibt es zu diesem Zeitpunkt noch keine verlässlichen Meldungen.

Caritas international stellt 50.000 Euro Soforthilfe bereit

Caritas international stellt wenige Stunden nach der Katastrophe 50.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung. Die Mitarbeitenden von Caritas Griechenland leisten für die umherirrenden Migranten und Flüchtlinge akute Nothilfe. Sie bereiten unter Hochdruck die Verteilung von Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Schlafsäcken und Medikamenten vor. Unweit des nun abgebrannten Elendlagers Moria befindet sich außerdem das von Caritas international unterstützte Lager Kara Tepe. „Unser Partner Caritas Hellas bereitet bereits die Aufnahme und Betreuung weiterer Geflüchteter vor”, berichtet Oliver Müller, Leiter von Caritas international. „Schnelle materielle und psychologische Hilfe für die Betroffenen ist jetzt entscheidend.”

Daher spenden wir pro verkauften Artikel folgenden Betrag:  

 

  • Hoodie: 10,00 €
  • Mütze: 10,00 €
  • Shirt: 5,00 €
  • Kunstdruck 3,00 €
  • Festivalbecher: 3,00 €
  • Stickerpack: 1,00 €

Mehr dazu könnt Ihr auch auf der Caritas-International Seite nachlesen:

Caritas International 

 

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